Nachhaltigkeit – bei DLA Piper nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität


Als Wirtschaftsanwält*innen sind wir Möglich-Macher und Problem-Löser und begleiten unsere Mandanten in allen Branchen. Wir sind aber auch selbst ein Wirtschaftsunternehmen und damit Teil des Spiels. Doch die Spielregeln haben sich vielerorts geändert: Statt kurzfristiger Profitmaximierung ist nun ein langfristiger Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft gefragt – Stakeholder Value statt Shareholder Value. Klimawandel, instabile politische Verhältnisse, Ressourcenschwund und soziale Ungerechtigkeit haben weltweite Auswirkungen und machen auch vor Deutschlands Grenzen nicht halt. Dies betrifft nicht nur das Privatleben. Über die nächsten Jahre und Jahrzehnte wird sich auch unsere Wirtschaft fundamental verändern. Wenn Europa bis 2050 ein klimaneutraler Kontinent sein soll, gibt es viel anzupacken: Kohleausstieg, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie und grüne Infrastruktur, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wer sein Geschäft auch noch in 20 Jahren betreiben möchte, sollte dafür sorgen, dass es nicht Naturkatastrophen oder Unruhen zum Opfer fällt oder schlicht und einfach wegen fehlender Nachfrage oder Ressourcen untergeht.


Nachhaltigkeit steht daher für uns ganz oben auf der Agenda, sowohl für unser eigenes Geschäft als auch in der Beratung und Begleitung unserer Mandanten.


Als eine der ersten Kanzleien weltweit sind wir im Jahr 2013 der Initiative UN Global Compact beigetreten. Gemeinsam mit vielen anderen Wirtschaftsunternehmen weltweit fördern wir Umsetzung der 17 UN Sustainable Development Goals. Dabei überprüfen wir nicht nur unsere eigenes Geschäftsmodell, sondern arbeiten auch mit unseren Dienstleistern und Lieferanten zusammen, um die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten.


Besonders dringlich ist aus unserer Sicht der Kampf gegen den Klimawandel:

  • Wir haben uns im letzten Jahr ambitionierte Klimaziele gesetzt, zum Beispiel die Reduktion unseres Energieverbrauchs um 20 % und unseres CO2-Fußabdruck um 25 % bis 2025. Auch bei der Energieversorgung und der Müllentsorgung werden wir grün: der Anteil an erneuerbaren Energien soll massiv zunehmen und 95 % unserer Abfälle sollen nicht mehr im klassischen Deponien entsorgt werden.

  • Das allein reicht aber noch nicht aus. Daher sind wir im August 2020 der Science-Based Targets Initiative beigetreten. Zukünftig soll es beispielsweise neben den üblichen Finanzbudgets auch CO2-Budgets für unsere Teams geben, die intern über eine entsprechende CO2-Buchhaltung nach gehalten werden.

  • Um all dies umsetzen zu können, haben wir eine eigene Einheit unter Leitung unseres Director Responsible Business geschaffen, die die erforderlichen Strategien erarbeitet und Daten sammelt.


Ökologische und soziale Ziele vertreten wir auch im Rahmen unserer Pro Bono-Arbeit. Es gehört zu unserer Kultur als führende globale Wirtschaftskanzlei, über finanziellen Profit hinaus einen positiven Beitrag für die globale Gemeinschaft zu leisten. Wir engagieren uns in einer Vielzahl von Projekten weltweit und leisten jährlich mehr als 200.000 Stunden an Pro Bono-Arbeit. Hier einige Beispiele:

  • Unsere deutschen Anwält*innen haben im Rahmen des globalen „Know Your Rights“-Programms Asylsuchende und Flüchtlinge zum deutschen Rechtssystem geschult und ihnen so ermöglicht, für ihre eigenen Rechte einzutreten. Unser Programm wird inzwischen in zehn Ländern angeboten und 221 unserer Anwält*innen haben bereits mehr als 620 Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant*innen unterrichtet.

  • Jeder kennt nach diesem Sommer die unmenschlichen Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern. Seit Juli 2019 entsenden wir monatlich zwei Anwält*innen aus Europa (auch aus Deutschland) in das Flüchtlingslager auf Samos. Sie begleiten Flüchtlinge bei ihren Gesprächen mit den griechischen und EU-Asylbehörden und helfen bei Familienzusammenführungen und Schulungen zu rechtlichen Fragen. Bis heute haben unsere Anwält*innen fast 1500 Asylsuchende betreut.

  • Die Durchsetzung von Umweltstandards erfordert Kläger und Richter. Daher haben wir die äthiopische Regierung dabei unterstützt, ein „grünes Tribunal“ zu schaffen, das für Gerichtsverfahren mit ökologischen Bezügen zuständig ist.


Nachhaltigkeit betrifft aber nicht nur unser eigenes Geschäftsmodell. Auch unsere Mandanten bewegen dieselben Themen und wir begleiten sie dabei. Hier einige Beispiele unserer Arbeit:

  • Häufig fehlt es (noch) an einem einheitlichen Regelwerk und Mandanten sehen sich mit unterschiedlichen Anforderungen und Standards konfrontiert. Wir bahnen unseren Mandanten einen Weg durch den Nachhaltigkeits-Dschungel und helfen ihnen, ihre eigenen Strategien und Standards zu entwickeln, beispielsweise durch ESG-Handbücher und Reports.

  • Die reine Rechtsanwendung steht dabei häufig nur an zweiter Stelle. Vielen unserer Mandanten geht es nicht nur um aktuelle Compliance, sondern um die Transformation ihres Geschäfts und um die Entwicklung umfassender Nachhaltigkeitsstrategien für die Zukunft. Unser internationales Team aus Expert*innen verschiedener Bereiche, wie Responsible Business oder Klimaschutz, spiegelt diese Bedürfnisse und steht unseren Mandanten auch bei der ESG-Datenflut tatkräftig zur Seite.

  • Wenn der langfristige wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens sich auch nach ESG-Kriterien richtet, reicht die klassische Due Diligence nicht mehr aus. Daher haben wir gemeinsam mit Datamaran® ein Tool entwickelt, um ESG-Aspekte zu integrieren - automatisiert und individuell auf das jeweilige Projekt zugeschnitten.

  • Mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft wird schließlich auch durch ein steigendes Bewusstsein für ESG-Themen gefördert. Hierzu tragen wir in unseren Gesprächen mit Mandanten und Unternehmen laufend bei. Damit wir auch zukünftig als informierte Gesprächspartner*innen und Branchenkenner*innen unseren Mandanten zur Seite stehen und wertvolle Denkanstöße geben können, bilden wir unsere Anwält*innen über alle Branchen hinweg zu Nachhaltigkeitsthemen fort.


Autorin: Heike Schmitz

  • Counsel im Bereich Corporate am Standort Köln

  • Treibt als „Insurance Sector SESG Champion” die internationale Nachhaltigkeitsstrategie für den Versicherungssektor bei DLA Piper voran

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